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Interessante Orte auf Gran Canaria

Las Palmas ist die Hauptstadt Gran Canarias und in seiner Vielseitigkeit sicher auch die interessanteste Stadt der Insel. Mit über 350.000 Einwohnern ist es eine echte Groß- und Hafenstadt. Las Palmas bietet alles, was eine moderne Metropole bieten sollte: eine historische Altstadt mit Kathedrale, eine intensive Kulturszene mit Ausstellungen, Theatern, Museen und Galerien aber auch prächtige Einkaufs- und Geschäftsstraßen mit Nobelboutiquen und Designershops. Natürlich fehlen auch die südländischen Märkte nicht, auf denen es stets betriebsam zugeht und man alle frischen Produkte erstehen kann. Kulinarisch bieten unzählige Restaurants, Bars und Cafes alles, was das Herz begehrt und als besonderer Höhepunkt gehört zu Las Palmas einer der schönsten Stadtstrände der ganzen Welt (Las Canteras). Der Hafen gilt als der größte Hafen Spaniens und hat sich zu einem bedeutenden Containerumschlagsplatz - insbesondere für die nordafrikanische Region - entwickelt.

Galdar

Galdar, im Nordwesten Gran Canarias gelegen, war schon zu altkanarischen Zeiten besiedelt. Die Stadt hat ca. 20.000 Einwohner und wirkt auf den ersten Blick eher hässlich. Für Touristen sehenswert ist die Altstadt, die sich um den Plaza de Santiago erstreckt. Blickfang ist die neoklassizistische Kirche "Iglesia de los Caballeros", u.a. mit dem grünglasierten Taufbecken (Pila Verde), in dem altkanarischen Einwohner zwangsgetauft wurden. Im Innenhof des ebenfalls am Platz gelegenen Rathauses befindet sich ein fast 300 Jahre alter Drachenbaum. 1873 wurde im Stadtzentrum die Höhle "Cueva Pintada" entdeckt. Dort sind 3 Meter hoch und 5 Meter breit Wände kunstvoll mit geometrischen Motiven ausgestaltet. Außerdem fand man in der Höhle Tongefäße und -scherben (vermutlich Grabbeigaben) und menschliche Skelettreste. Welche Rolle die Höhle in früheren Zeiten spielte, ist jedoch bis heute unklar.

Santa Maria de Guia

Santa Maria de Guia - im Nordwesten Gran Canarias - ist der Nachbarort von Galdar und wächst mit diesem immer weiter zusammen. Sehenswert ist die hübsche Altstadt mit ihrem Kopfsteinpflaster und den traditionellen Häusern. In der Altstadt findet man auch eine schöne Kirche. Bekannt ist Santa Maria de Guia aber vor allem wegen seines Käses. Spezialität ist der "Queso de flor", ein Käse aus Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch, der mit distelähnlichen Blüten abgeschmeckt und anschließend per Hand zu einem kreisrunden Laib geformt wird. Den Queso de flor sollte man am besten in einem der urigen Käseläden im Ort probieren.

Teror

Teror gilt wegen seiner im alten Stil renovierten Fassaden und Balkone für viele Kenner als das schönste Dorf Gran Canarias im traditionellen Stil. Der gesamte Ortskern steht seit 1979 unter Denkmalschutz. Im Herzen der Stadt liegt eine prächtige Basilika, die sich zu einem großen Platz öffnet. Dort reihen sich Adelshäuser und Bürgerhäuser mit wunderbar weißgetünchten Fassaden und geschnitzten Holzbalkonen. Der beschauliche Ort ist das religiöse Zentrum Gran Canarias. In der Basilika de Nuestra Senora del Pino residiert die Figur einer Madonna, deren eine Gesichtshälfte zu lächeln scheint, während die andere offenbar trauert. Jedes Jahr reisen viele Pilger hierher.

Arucas

Arucas ist mit mehr als 25.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Gran Canarias und liegt ca. 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Las Palmas. Während das Tal um Arucas früher ein Hauptanbaugebiet für Bananen war, ist eine der Hauptattraktionen heute der dort hergestellte Rum der Firma Arehucas. Die Fabrik ist die größte der Kanarischen Inseln. Dort werden jährlich über 3,5 Millionen Liter der Spirituosen hergestellt. In einem Museum kann man die Geschichte der Rumherstellung in Arucas verfolgen. Die Altstadt von Arucas steht seit 1976 unter Denkmalschutz und ist aufgrund der außergewöhnlichen neugotischen Kirche, deren Bauzeit sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte und der verwinkelten Gassen und weiß getünchten Bürgerhäuser einen Besuch wert.


Telde

Telde ist mit ca. 90.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Gran Canarias. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt, die etwa 3 Kilometer von der Ostküste entfernt liegt, wenig einladend. Große Lager- und Fabrikhallen und massive Gebäude in Zentrumsnähe lassen nicht auf das faszinierende historische Ortszentrum schließen. Die Ortsteile San Francisco und San Juan gelten für viele Kenner als die schönsten auf ganz Gran Canaria. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Mogan

Mogan im Südwesten Gran Canarias ist ein beliebter Ausgangspunkt für Touren mit dem Geländewagen oder Wanderungen in die Höhenlandschaft. Der Ort selbst ist idyllisch gelegen am Hang des 932 Meter hohen Guirre, eingerahmt von subtropischer Vegetation, Palmen und üppigen Feldern. Hier wachsen Avocados und Auberginen, Orangen und Zitronen. Der Ort ist mittlerweile recht wohlhabend, da er die Touristenzentren von Puerto Rico bis Veneguera verwaltet. Einer der schönsten Orte Gran Canarias ist Puerto de Mogan, das etwa 8 Kilometer von Mogan entfernt direkt an der Küste liegt und wegen seiner vielen kleinen Kanäle auch als "Klein Venedig" oder das "Venedig des Atlantiks" bezeichnet wird.

San Nicolas de Tolentino

Der ca. 8.000 Einwohner zählende Ort San Nicolas de Tolentino liegt inmitten einer Talsenke und gilt als das Hauptanbaugebiet für Tomaten auf Gran Canaria. Das gesamte Tal sieht wie verpackt aus - hinter der "Verpackung" verbergen sich die Tomatenfelder, die vor dem scharfen Wind geschützt werden. San Nicolas gehört zu den ältesten Orten auf Gran Canaria (erste Ansiedlungen im 14. Jhd.). Auch wenn der Ort architektonisch sicher nicht zu den aufregendsten gehört, hat er seinen Reiz insbesondere auch dadurch, dass er ein idealer Ausgangspunkt für Touren zur Erkundung des "anderen Gran Canarias" ist.